Die Zahl der Menschen, die regelmäßig Geld bei Online-Casinos einsetzen oder am Glücksspiel teilnehmen, ist erheblich gestiegen seit Beginn des 21. Jahrhunderts. Der wachsende Wettbewerb unter den Betreibern von Casinos und Lotterien hat dazu geführt, dass immer mehr Einzelpersonen nach Möglichkeiten suchen, um ihr Glück online Casino Ausland zu versuchen oder einfach nur ein bisschen Spaß zu haben. In diesem Kontext wird auch der Begriff “ausländische Casinos” verwendet. Was sind das nun genau? Wie funktionieren sie und unterliegen sie welcher Regulierung?
In dieser Übersicht soll aufgezeigt werden, wie ausländische Casinos in Deutschland verstanden werden können, welche Rechte und Pflichten Einzelpersonen hierbei haben und was die Besonderheiten dieses Marktes sind.
Regulierte Glücksspielangebote im Ausland
Für einige Länder ist der Betrieb von Glücksspielen eine reichlich gesetzeste Angelegenheit. Hiermit soll nicht sagen sein, dass es sich dabei immer um unkontrollierte oder unregulierte Spiele handelt. Im Gegenteil: Regulierungen und Gesetze in diesen Staaten sind oft strenger als bei uns.
Neben dem klassischen Spielanbieter im eigentlichen Sinne gibt es auch das Angebot von Glücksspielen über so genannte “White Label”-Angebote. Hierbei werden die Services anderer Anbieter unter eine neue Marke verliefert, also unter einer anderen Adresse oder Website. Daraus kann sich nicht unbedingt ein Qualitätssprung ergeben.
Es gibt auch Casinobetreiber im Ausland, die versuchen, mit überaus attraktiven Angeboten deutsche Spieler anzulocken und dort Geld einzusetzen, wobei der Reisende meist nicht einmal weiß, dass seine Daten an einen ausländischen Anbieter weitergegeben wurden.
Das Glücksspielrecht ist hier sehr streng. Es gibt viele Gesetze und Vorschriften, die den Spielern zustehen, wie zum Beispiel das Spielspaßprinzip, also die Möglichkeit für Spieler, dass sie jederzeit aufhören können mit dem spielen in einem Casino.
Wie funktionieren ausländische Casinos?
Als “ausländisches Casino” wird oft ein Online-Spielanbieter verstanden, der sein Angebot von überall im Ausland anbietet und das Glücksspiel über die Internet-Plattformen oder auch Mobiltelefon ermöglicht. Viele dieser Anbieter haben sich in Ländern niedergelassen, die für das Glücksspiel keine strengen Regeln besitzen, um ihre Dienstleistungen in Deutschland anzubieten.
Aber welche Rechtsgrundlage verbindet ein Spieler mit einem ausländischen Casino? Das liegt nun an der Vertragsfreiheit des Einzelnen. Während es einige Länder gibt, die von Anfang an streng gegen das Glücksspiel vorgegangen sind und keine Möglichkeit für das Spielen geschaffen haben, wie zum Beispiel Island oder Luxemburg, existiert auch noch ein weiterer Grund.
Der Staat, in dem der Spieler seinen Wohnsitz hat, ist verpflichtet, sicherzustellen, dass die in seinem Territorium tätigen Online-Spielbetreiber die bestehenden Gesetze und Vorschriften erfüllen. Damit sind aber nicht alle Ansprüche aufgeklärt.
Unter welcher Rechtsgrundlage ist das Glücksspiel verboten oder sogar für den Spieler verboten, wenn es in seinem Wohnsitzland ausländische Casinos gibt? Die Antwort darauf ist einfach: durch Gesetze und Vorschriften des Staates, wo der Spieler seinen Wohnsitz hat.
Gesetzliche Rahmenbedingungen
In Deutschland hat sich im Laufe von Jahren eine strenge Rechtslage herausgebildet. Als Anfang 2020 in Kraft getretene Novelle zum Umgang mit Glücksspielen und Spielsucht soll dieses Problem angegangen werden. Das Gesetz ermöglicht es auch Betreibern der Glückspiele, ihr Angebot an Spieler anzupassen.
Die wichtigsten Regelungen des neuen Glücksspielstaatsvertrages lauten:
- Alle Glücksspiele dürfen nicht mehr innerhalb Deutschlands betrieben werden.
- Der Steuerfiskus wird durch eine neue Steuernormung auf das Glücksspiel gefüllt.
Das ist also der Stand heute in Deutschland. Es hat sich herausgestellt, dass nur sehr wenige Betreiber noch im Umlauf waren und an dem Spiel teilnehmen durften, die es jetzt geschafft haben auch innerhalb Deutschlands spielen zu können.
Tipp: Wir möchten Ihnen einige Tipps für einen fairen Online-Spielabend geben.
Bereits vor der Auswahl eines Ausländischen Casinos sollten Sie wissen:
- Welche Glücksspiele werden anboten?
- Ist die Website sicher?
- Gibt es eine Registrierungspflicht oder eine verpflichtende Einzahlungsverpflichtung?
- Welches ist das Mindestalter und wer darf auch dabei sein?
Was man vor dem Einkaufen benötigt: Sicherheit!
Die Sicherheitsmaßnahmen, die wir hier auflisten, sind aber nicht nur für Glücksspieler vonnöten. Wenn Sie Ihre persönlichen Daten online verwenden möchten, müssen Sie stets eine gute Sicherheitshaltung einbauen.
Auswahl eines Casinobetreibers im Ausland
Als Anleger möchte man wissen, in welches Casino er sich sicher wagen kann und das muss durchaus sorgfältig recherchiert werden. Viele Glücksspielanbieter haben sogar eine Lizenz oder einen Betreiber mit derartigen Lizenzen.
Es gibt auch etliche Möglichkeiten für die Recherche. Einige davon sind:
- Bewertungen, um zu sehen, wie die Spieler urteilen.
- Die Website überprüfen und sicherstellen, dass sie SSL-zertifiziert ist, was bedeutet, dass alle Daten verschlüsselt werden.
Glücksspielversteuerung: Woher kommen diese Beträge?
Auch wenn Casinos von Menschen benutzt wurden, das Geld hat sich aber nicht nur auf die Spieler verteilt. Dies liegt daran, da sie ihre Einzahlungen mit Steuern belastet haben und dann wieder zurück an den Staat geben.
Zur Frage, wo dieses Geld herkommt: Der Spieler selbst zahlt also eine Provision von 10 bis 30 % und dazu kommt noch der Gewerbesteueranteil (Lohnsteuer und Sozialabgaben).
Beispiel einer Proportion: Ein deutscher Spieler gewinnt bei einem ausländischen Casino mit seiner Einzahlung zusammen 500,00 €. In diesem Fall wird die Provision von 10 % berechnet.
Die folgende Zahl ergibt sich nun durch das Multiplizieren der Gewinnsumme (500 Euro) und des Prozentsatzes (10 %):
- Betrag für den Staat: 50,0 Euro
- Spieler gewinnt: 450.00 Euro